Globale Strategie zur Erhaltung der Pflanzen (GSPC)

Die "Global Strategy for Plant Conservation (GSPC)" wurde auf der 6. Vertragsstaatenkonferenz der CBD  2002 in Den Haag beschlossen. Sie versteht sich als Werkzeug im Rahmen der CBD, um konkrete Handlungsziele zum Schutz der pflanzlichen Vielfalt umzusetzen. Dem anhaltenden Artenverlust soll mit einem ökosystemaren Ansatz sowohl beim Schutz als auch bei der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt entgegen gewirkt werden.

 

Die GSPC-Strategie umfasst 16 quantifizierte Ziele, die in fünf übergeordnete Schwerpunkte zusammengefasst sind. Auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene sollen daher die Vertragsstaaten ihren Bedürfnissen entsprechende Maßnahmen umsetzen. Auf europäischer Ebene erfolgt die Umsetzung der globalen Strategie in der "European Strategy for Plant Conservation" (ESPC). Diese wird von "Planta Europa Network" verwaltet.

 

Ein zentraler Punkt der GSPC ist die Vernetzung und Harmonisierung von bestehenden Initiativen und Aktivitäten des botanischen Natur- und Artenschutzes, um gegebenenfalls auch den Bedarf am Ausbau der Personalressourcen festzustellen. Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit über den Wert der Pflanzenvielfalt sind ebenfalls Bestandteile der Ziele.

 

Der Status der Umsetzung der GSPC im internationalen Kontext wurde bei der 10. Vertragsstaatenkonferenz der CBD im Oktober 2010 in Nagoya (Japan) evaluiert. Es wurden sowohl Erfolge festgestellt als auch das Nichterreichen mancher Ziele. Als Konsequenz der bisherigen Umsetzungserfahrungen wurde ein GSPC-Folgeprogramm bis 2020 beschlossen, das eine Weiterentwicklung der 16 quantifizierten Ziele umfasst und im Jahr 2015 einer Evaluation unterzogen werden soll.