Stickstoff-Fixierung

Die Biomasseproduktion wird in einem bestimmten Ausmaß von der Stickstoffversorgung limitiert, denn Stickstoff spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel lebender Organismen. Um das Wachstum landwirtschaftlicher Pflanzen zu fördern, wurden daher im Jahr 1995 weltweit mehr als 77 Millionen Tonnen Stickstoff als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Der Gegenwert dafür betrug 30,3 Milliarden Dollar.

 

Der Boden-Stickstoffgehalt wird parallel zum mineralischen Düngereinsatz auch durch den Zusatz von Viehmist und den Verbleib von Ernteresten auf dem Feld gesteigert. Zusätzlich leisten Stickstoff-fixierende Bakterien, die zum Teil frei im Boden aber auch in Symbiose (Lebensgemeinschaft zum beiderseitigen Vorteil) mit bestimmten Pflanzen vorkommen, einen bedeutenden Beitrag zur Steigerung des Stickstoffgehaltes im Boden. Dies geschieht durch Umwandlung des atmosphärischen Stickstoffs in Ammoniak, Nitrite und Nitrate, die von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden können.

 

In den USA beträgt die biologische Stickstoff-Fixierung ca. 14 Millionen Tonnen verwertbaren Stickstoffs pro Jahr, was einem Gegenwert von 6,3 Milliarden Dollar entspricht. Weltweit werden durch Stickstoff-fixierende Bakterien 140 bis 170 Millionen Tonnen Stickstoff in landwirtschaftlichen und naturnahen/natürlichen Ökosystemen nutzbar gemacht.