TEEB - The Economics of Ecosystems and Biodiversity

Im Jahr 2007 wurde die TEEB-Studie mit Unterstützung der G8 und der fünf wichtigsten Schwellenländer von der EU und Deutschland ins Leben gerufen. Diese Studie analysiert folgende Fragestellungen:

 

  • Welchen weltweiten ökonomischen Nutzen hat die biologische Vielfalt?
  • Welche Kosten verursacht der Verlust biologischer Vielfalt?
  • Welche Mehrkosten verursachen verabsäumte Schutzmaßnahmen?

 

An der Beantwortung dieser Fragen arbeiteten weltweit sehr viele Experten aus den Bereichen Ökonomie, Umweltwissenschaften und Naturschutz. Wissenschaftler der Universitäten Harvard, Liverpool und Bombay waren ebenso eingebunden, wie die London School of Economics, die Europäische Umweltagentur und die OECD. Die Leitung der Studie übernahm der indischen Ökonomen Pavan Sukhdev, der Generaldirektor und Leiter der Abteilung "Globale Märkte" der Deutschen Bank AG in London ist.

 

Ziel der TEEB-Studie ist es, eine Brücke zwischen den multidisziplinären Bio-Wissenschaften auf der einen Seite und den internationalen und nationalen politischen Entscheidungsträgern auf der anderen Seite zu schlagen. Idealerweise sollen die gemachten Erkenntnisse die Entstehung einer neuen Ökonomie einleiten, die den Wert natürlicher Ressourcen für die Menschheit anerkennt und zu einem nachhaltigen Denken bei der Entscheidungsfindung im öffentlichen und privaten Bereich führt. Bisher wurden nämlich viele Naturleistungen (Ökosystemleistungen) nicht in ihrer Bedeutung erkannt, was auch mit der fehlenden Einschätzung ihres ökonomischen Werts zusammenhängt.  

 

Im Rahmen des TEEB-Prozesses wurde auch ein Instrumentarium für die ökonomische Bewertung des menschlichen Handelns im Umgang mit der biologischen Vielfalt entwickelt. Die Ergebnisse sind in spezifische Berichte aufgegliedert, die sich an Entscheidungsträger und Verwaltungsbeauftragte genauso richten, wie an Wirtschaftsunternehmen und interessierte BürgerInnen.  

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