Bodenbildung

Mehr als 99% der menschlichen Nahrungsmittel werden an Land produziert, nur 0,6% stammen aus dem Wasser. Dem Boden und dessen Fruchtbarkeit kommen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu.

 

Die Bodenfruchtbarkeit wird von Schnecken, Regenwürmern, Arthropoden und Mikroorganismen verbessert, die mit ihrer Aktivität für eine Umverteilung der Nährstoffe sorgen, den Boden belüften, die Bildung der oberen Bodenschicht erleichtern und das Eindringen von Wasser fördern.

 

Durch all diese Tätigkeiten wird die Pflanzenproduktivität erhöht. Diese Leistungen werden von einer entsprechend hohen Anzahl von Organismen bewerkstelligt. So beinhaltet ein Hektar hochwertiger Erde z. B. durchschnittlich 1300 kg Regenwürmer, 1000 kg Arthropoden, 3000 kg Bakterien und 4000 kg Pilze. Die Arbeitsleistung der Bodenbewohner ist beträchtlich: z.B. verfrachten Regenwürmer zwischen 10 und 500 Tonnen Erde pro Hektar und Jahr in höhere Bodenschichten und durchmischen so den Boden. Aufgrund der Verfrachtungsrate werden schätzungsweise pro Jahr und Hektar eine Tonne Oberboden gebildet.

 

Der ökonomische Wert für die Landwirtschaft beträgt pro neu gebildeter Tonne Oberboden 9,4 Dollar, für die gesamte Landwirtschaft in den USA ergibt das einen Wert von 3,9 Milliarden Dollar pro Jahr, bzw. für die weltweite Landwirtschaft einen Wert von 19,7 Milliarden Dollar pro Jahr.