Vernetzung dreier Naturschutzgebiete durch den „Luchs Trail“

Durch einen neuen Weitwanderweg werden die Nationalparks Kalkalpen (OÖ) und Gesäuse (Steiermark) sowie das Wildnisgebiet Dürrenstein (NÖ) miteinander vernetzt. Nun ist dieser Weg unter dem Titel „Luchs Trail" touristisch aufbereitet und als bewirtschafteter Weitwanderweg vermarktet und buchbar gemacht worden. „Dieses Gebiet ist ein Pilotprojekt für die ökologische Vernetzung im Alpenraum. Mit diesem LEADER-Projekt haben wir das Angebot der Wanderregion noch weiter ausgebaut, damit mehr Wanderer von den Vorzügen der Region überzeugt werden können“, sagt Wirtschafts- und Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav.

 

Die Nationalparks Kalkalpen in Oberösterreich und Gesäuse in der Steiermark sowie das Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich sind Naturschutzgebiete, die einer ganzen Region bundesländerübergreifend ihre Identität als Naturjuwel geben. Zur Bewusstseinsbildung und um die Naturschätze der Region bekannt zu machen, haben die Schutzgebietsvertreter gemeinsam mit alpinen Vereinen im Rahmen des Projekts „Netzwerk Naturwald“ einen Weitwanderweg zusammengestellt. Dieser führt in elf Etappen durch das Gebiet. Nun ist die Machbarkeit dieses Vorhabens überprüft worden. Dabei wurden nach einer positiven „Stop-or-Go-Entscheidung“ potentielle Produkte und Geschäftsmodelle innerhalb einer Machbarkeitsstudie in mehreren Schritten entwickelt. „Am Ende des Projekts steht nun ein umsetzungsreifes Konzept zur Verfügung, das den operativen Betrieb des Weitwanderwegs ermöglicht“, betont Bohuslav.
Andreas Hanger, Obmann der LEADER-Region Eisenstraße Niederösterreich, und Andreas Purt, Geschäftsführer der Mostviertel Tourismus GmbH, erklären: „Es erfolgte die touristische Grundkonzeption des Luchs-Trails mit einem Markenversprechen, USP und der Darstellung potentieller Märkte. Anschließend wurde das Organisations- und Geschäftsmodell spezifiziert und ein detaillierter Businessplan erstellt. Für die individualisierte und flexible Buchbarkeit der Etappen wurden mit Hilfe eines Netzwerks an Übernachtungs-, Gastronomie-, Verkehrs- und Sportbetrieben touristische Produkte entwickelt.“

 

Zum Schluss fand die Entwicklung eines maßgeschneiderten analogen und digitalen Informations-, Anfrage- und Buchungsmanagements auf Basis der Bedürfnisse von Wanderern statt. Die LEADER-Region Eisenstraße Niederösterreich hat gemäß ihrer lokalen Entwicklungsstrategie das Projekt zur Förderung ausgewählt. Projektträger des nationalen Kooperationsprojekts sind Mostviertel Tourismus, der Nationalpark Gesäuse und der Tourismusverband Nationalpark Region Ennstal. Das Projekt wird mit Unterstützung von Land und Europäischer Union (LEADER-Fördermitteln) gefördert. Das Land Niederösterreich hat kürzlich die Unterstützung aus Mitteln des EU – Programms LE / LEADER und der ecoplus-Regionalförderung auf Initiative von Landesrätin Petra Bohuslav beschlossen.

 

Nähere Informationen

Büro LR Bohuslav unter 02742/9006-12322, Christoph Fuchs, E-Mail christoph.fuchs@noel.gv.at

ecpolus unter 02742/9000-19616, Andreas Csar, E-Mail a.csar@ecoplus.at, www.ecoplus.at.