Fallbeispiel Schweiz

Biodiversitätsmonitoring in der Schweiz

Ziel

Das Monitoring dient dem Aufzeigen von Veränderungen der Biodiversität, dem Beurteilen von politischen Maßnahmen mit Auswirkungen auf die Biodiversität und unterstützt die Erarbeitung, Umsetzung und Überprüfung von Zielen, Leitbildern und Konzepten im Naturschutz. 

 

Die wichtigsten Ziele des BDM sind ein besseres Verständnis der Biodiversität, verlässliche Entscheidungsgrundlagen für die Naturschutzpolitik und die Kenntnis der Wirksamkeit der nationalen Politik.

 

Entwicklung und Inhalt

Das Schweizer Biodiversitätsmonitoring ist ein Projekt des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), das entsprechende Konzept wurde zwischen 1995 und 1998 durch eine Arbeitsgemeinschaft erstellt.

 

Das Monitoring legt den Schwerpunkt auf die Vielfalt ausgewählter Tier- und Pflanzengruppen (Brutvögel, Schmetterlinge, Mollusken, Farn- und Blütenpflanzen, Moose). Über ein systematisches Stichprobennetz wird die Populationsentwicklung häufiger oder weit verbreiteter Arten beobachtet. Dieses Netz umfasst rund 500 regelmäßig über die gesamte Schweiz verteilte, 1 km² große Standardflächen sowie 1600 kleinere Flächen mit bestimmter Nutzung (z. B. Äcker, Wiesen, Siedlungen, Wald). Das Schweizer Biodiversitätsmonitoring liefert damit Trend-Aussagen über 1600 verbreitete Tier- und Pflanzenarten. 

 

Die genetische Vielfalt wird aus Kostengründen nur für die landwirtschaftlich genutzten Pflanzen und Tiere erhoben. Die Lebensraumvielfalt wird ebenfalls durch verschiedene Zustandsindikatoren abgedeckt (z. B. Zustand und Fläche wertvoller Biotope sowie allgemeine Flächen- und Strukturveränderungen in der Landschaft).

 

Insgesamt umfasst das Indikatorenset 11 Zustands-, 15 Einfluss- und 7 Maßnahmenindikatoren. Abgesehen von den Artenvielfaltsindikatoren werden die meisten anderen Indikatoren auf Basis vorhandener statistischer Daten kalkuliert.

 

Umsetzung

Im Jahre 2001 begannen die ersten Felderhebungen im Rahmen des BDM. Mittlerweile liegen für die meisten Indikatoren umfangreiche Resultate aus den ersten zehn Jahren vor. Das Biodiversitäts-Monitoring Schweiz wird laufend durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Wesentlich für das Gelingen des Projekts ist auch eine permanente, intensive Qualitätskontrolle.