Nationales Recht

Rechtsbereiche und Verpflichtungen

Zahlreiche thematische Rechtsbereiche haben mehr oder weniger direkten oder indirekten Einfluss auf die biologische Vielfalt, das betrifft sowohl Bundes- als auch Landesrecht. Darüber hinaus zielen beispielsweise der "Nationale Umweltplan" oder die "Österreichische Strategie zur Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt" unter anderem auf den Schutz der biologische Vielfalt ab und könnten als nationale politische Verpflichtungen bezeichnet werden. Außerdem wurden internationale Verpflichtungen in das österreichische Bundesrecht aufgenommen (z.B. Alpenkonvention und Ramsar-Konvention).

 

Die einzelnen thematischen Rechtsbereiche, die in der Tabelle (siehe unter "Downloads" in der Infobox) aufgelistet sind, können eine, mehrere oder alle Ebenen der biologischen Vielfalt betreffen. Darüber hinaus können sie auch auf einzelne oder mehrere Komponenten der biologischen Vielfalt Einfluss ausüben.

 

Das bedeutet, dass einige Rechtsmaterien in sehr komplexer Weise die biologische Vielfalt betreffen können (z. B. Naturschutz- und Forstrecht), andere wiederum selektiv Einfluss ausüben (z. B. Raumordnungs- und Immissionsschutzrecht). Das Beispiel Jagdrecht zeigt weiters, dass Rechtsnormen auch "nur" über das Einwirken auf einzelne Komponenten der biologischen Vielfalt (z. B. Veränderung des Artenspektrums) einen vergleichsweise gewichtigen Einfluss auf die Biodiversität haben können.