Ökosystemvielfalt: Lebensräume unterschiedlichster Art

Die Lebensraumvielfalt hängt von der Zusammensetzung einer Landschaft ab. In den Alpen findet man z. B. Felsen, Gletscher, Bäche, Seen, Wiesen, Almweiden und Nadelwälder. Jeder Lebensraum beherbergt ein einzigartiges Set an Arten. Die Vielfalt der Lebensräume und deren ausreichende Größe sind für die Erhaltung der biologischen Vielfalt von maßgeblicher Bedeutung. Die artenreichsten Lebensräume unserer Welt sind Wälder und Korallenriffe. Wälder bedecken rund ein Drittel der weltweiten Landmassen.

 

Auch der Mensch schätzt und braucht vielfältige Lebensräume. Abwechslungsreiche Landschaften werden als besonders schön und erholsam empfunden. Eine abwechslungsreiche Landschaft ist z. B. das Mostviertel in Niederösterreich: Wiesen, Wälder, Bäche und vor allem viele Apfel- und Birnbäume prägen den Charakter dieser hügeligen Landschaft zwischen Ybbs und Enns.

Österreichs Landschaften sind vielfältig. Bedingt wird dieser Umstand durch das Zusammentreffen westlicher, östlicher sowie mediterraner Einflüsse. Etwa 60 % des Bundesgebiets nehmen die Alpen ein. Sie prägen die natur- und kulturräumliche Vielfalt unseres Landes. Die Landschaften, die uns umgeben sind jedoch vielfach das Ergebnis von der Tätigkeit des Menschen.

 

Der Mensch hat in seinem Bestreben Nahrung zu produzieren und neue Siedlungsflächen zu erschließen die Naturlandschaften im Lauf der Jahrtausende verändert. Es entstanden Kulturlandschaften, wie z. B. durch Wein- und Obstbau dominierte Landschaften, Waldlandschaften, Siedlungslandschaften und Almlandschaften. Pflanzen und Tiere offener Landschaften besiedelten die Wiesen und Weiden. Dies führte auf den extensiv genutzten Flächen zu einer Zunahme der biologischen Vielfalt. Lediglich die vergletscherten Hochgebirgsregionen blieben weitgehend vom Menschen unbeeinflusst. Diese können, neben vereinzelten unberührten Waldgebieten als echte Naturlandschaften bezeichnet werden.