Klimawandel

Unter Klimawandel versteht man längerfristige Veränderungen der durchschnittlichen Klimawerte oder der Wechselhaftigkeit des Klimas, die im Normalfall über Jahrzehnte oder Jahrhunderte anhalten. Die Klimadaten für das vergangene Jahrhundert lassen derzeit einen Klimawandel in Form einer weltweiten Erwärmung erkennen. Der Klimawandel wird unter anderem auch durch den aus zahlreichen Gebirgsregionen belegten Rückzug der Gletscher bestätigt.

 

Ein großer Teil der wissenschaftlichen Erkenntnisse deutet darauf hin, dass die derzeit beobachteten Veränderungen des Klimas zumindest zum Teil durch menschliche Aktivitäten verursacht werden, insbesondere durch die Nutzung fossiler Brennstoffe und durch die Auswirkungen der Landnutzung auf die Vegetationsdecke (z.B. durch Abholzung von Wäldern). Eine treibende Kraft für den Klimawandel sind die vom Menschen verursachten Emissionen an so genannten Treibhausgasen. Diese beeinflussen den Energiehaushalt der Atmosphäre durch die Absorption von Infrarot-Strahlung. Die wichtigsten Treibhausgase sind Kohlendioxid, Methan, Lachgas sowie fluorierte Treibhasgase.

 

Der für die nächsten Jahrzehnte prognostizierte Klimawandel beinhaltet Temperaturanstiege (die "globale Erwärmung"), den Anstieg des Meeresspiegels, Veränderungen der Niederschlagsverteilung und ein gehäuftes Auftreten von Extremereignissen. All diese Phänomene können sich auf die biologische Vielfalt auswirken.  Auswirkungen des Klimawandels auf die biologische Vielfalt sind beispielsweise Veränderungen im Verbreitungsgebiet von Arten, Veränderungen im Jahresrhythmus von Pflanzen oder im Verhalten von Zugvögeln. Jede Art reagiert auf unterschiedliche Weise und Geschwindigkeit auf klimatische Veränderungen. Dadurch kann sich die Zusammensetzung von Ökosystemen ändern und funktionelle Wechselbeziehungen können gestört werden.