Traditionelles Wissen

Traditionelles Wissen von indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften ist ein wichtiger Beitrag für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Pflanzen- und Tierwelt. Ähnlich wie in der Landwirtschaft kommt diesen Gemeinschaften ebenso eine bedeutende Rolle in der Verantwortung gegenüber dem Erhalt des natürlichen Lebensraumes zu.  

 

Die Konvention über die biologische Vielfalt hat diese Rolle als eines ihrer Grundprinzipien im Artikel 8(j) festgehalten, mit dem Ziel, das traditionelle Wissen, Erfindungen und Gebräuche der indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften zu schützen, zu erhalten und abhängig von der Zustimmung der Eigentümer für die Ziele der Konvention auch zu nutzen.  

 

Die Interaktion auf nationaler Ebene mit indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften ist deshalb ein zentraler Diskussionspunkt innerhalb der Konvention und impliziert den Respekt für die jeweilige Kultur und Umgangsformen. Es gilt, die Rechte aller zu wahren und gleichberechtige Einbindung in Entscheidungsprozesse sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene zu ermöglichen.

 

Zum Beispiel hat die Konvention die "Akwé:Kon Guidelines" entwickelt, die als Maßgabe für die Einbindung von diesen Gemeinschaften in Umweltverträglichkeitsprüfungen dienen sollen, und arbeitet derzeit an einem ethischen Verhaltenskodex für die Interaktion mit indigenen und ortsansässigen Gemeinschaften. Dabei wird auch die Deklaration der Vereinten Nationen über die Rechte der indigenen Völker, die im September 2007 angenommen wurde, eine entscheidende Leitlinie für die weiteren Arbeiten der Konvention zum Schutz von traditionellem Wissen sein.