Wald

In Österreich besitzen die privaten WaldeigentümerInnen den größten Anteil am Wald (82 Prozent). Die restlichen 18 Prozent des Waldes sind im öffentlichen Besitz, wovon 15 Prozent von der Österreichischen Bundesforste AG verwaltet werden (Quelle: BFW).  Den rechtlichen Rahmen bildet das Forstgesetz sowie andere rechtliche Regelungen, wie zum Beispiel  die Jagd- und Naturschutzgesetze.

 

Der Wald ist in Österreich seit Jahrhunderten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Er sichert vielen Menschen direkt (Forstwirtschaft) und indirekt (Holzwirtschaft) Einkommen und Lebensunterhalt. Die Intensität der forstlichen Bewirtschaftung der Wälder in Österreich war und ist sehr stark von den topographischen Gegebenheiten wie Hangneigung und Abgeschiedenheit geprägt. Aufschließung durch Forststraßen, die Möglichkeit des Einsatzes voll- und teilmechanisierter Forstmaschinen in zunehmend steileren Lagen (Gebirgsharvester) wirken direkt auf das ökologische Gefüge der Wälder und auf ihre Naturnähe. Wurde ein Waldgebiet forstlich erschlossen, bestimmt dennoch die Art der ergriffenen waldbaulichen Maßnahmen den Grad der menschlichen Beeinflussung und die Intensität der ökologischen Auswirkungen, u. a. auch auf die Biodiversität:

 

  • Wahl der Betriebsform (Schlagwald - Plenterwald)
  • Naturverjüngung - Kunstverjüngung
  • Baumartenwahl (Verjüngung/Läuterung/Durchforstung)
  • Art und Intensität der Durchforstung (Auslese-, Hoch-, Niederdurchforstung),
  • Holzerntetechnologien (Seilkran, Harvester etc.).

Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Der Begriffsinhalt von "Nachhaltiger Waldbewirtschaftung" umfasst heute ökologische Nachhaltigkeit (mit besonderer Berücksichtigung der biologischen Vielfalt), ökonomische Nachhaltigkeit und sozio-kulturelle Nachhaltigkeit. Die Gründe dafür, dass ökologische und soziale Aspekte die den Wald, aber auch andere Ökosysteme betreffen immer stärker in den Vordergrund rücken sind vielfältig. So hat zum Beispiel der Verarmungsprozess an Pflanzen- und Tierarten sowie deren Lebensräume in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Dazu kommen noch die vielfältigen und gestiegenen gesellschaftlichen Interessen, die den österreichischen Wald betreffen.