Gefährdungsursachen

Die Artenvielfalt Österreichs ist durch unterschiedliche Faktoren bedroht. "Aussterben ist für immer", lautet ein zurecht oft zitierter Satz. Nicht nur die Ausrottung ganzer Arten, sondern auch die genetische Verarmung bei starker Reduktion der Individuenzahl oder bei der Vernichtung von Arealrandpopulationen und Standortsrassen (Ökotypen) schneidet künftige Entwicklungsmöglichkeiten ein für alle Mal ab. Aber auch komplexe, selbstregulierende Ökosysteme lassen sich, wenn sie einmal zerstört sind, nicht oder höchstens in sehr langen Zeiträumen in gleicher Zusammensetzung und Funktion wieder herstellen (Niklfeld H. 1999).

 

Unter den Hauptursachen der Artengefährdung ist der primäre Verursacher des Artenschwunds die Vernichtung, Veränderung und Zerschneidung von Lebensräumen im Zuge der Entwicklung unterschiedlicher Landnutzungsformen. Dadurch sind einzelne Arten in Österreich bereits verschwunden, andere könnten in absehbarer Zeit verschwinden.

 

Erfolgversprechende Artenschutzmaßnahmen setzten voraus, dass die Gefährdungssituation jeder Art bekannt ist und dass die Faktoren der Gefährdung in ihrem Zusammenwirken abschätzbar sind.